ZUR PERSON
Die Frankfurterin ANNI DAHESCH erhält am heutigen
Mittwoch, 24. April 2002, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der
Bundesrepublik
Deutschland.
Stadträtin LILLI PÖLT ehrt die 66-Jährige, die am 20. März 1936 in Bad Vilbel geboren
wurde, im Limpurgsaal des Römers für
ihren
unermüdlichen Einsatz für sozial schwache und behinderte Menschen.
Nachdem bei Anni Dahesch im Alter von zwölf Jahren eine
Sehbehinderung aufgetreten war, bekam sie später keine Lehrstelle. Bei einer
Umschulung beim
Blindenbund Hessen lernte sie dann mit 18 Jahren Blindenstenografie und
Schreibmaschineschreiben. Über 40 Jahre lang
arbeitete sie bei
der Dresdner Bank in Frankfurt. Sieben Jahre war sie Mitglied des Betriebsrats
und arbeitete in den 70er und 80er Jahren
ehrenamtlich im
Ortsgruppenvorstand des Sozialverbandes VdK in Bonames. Außerdem war sie bei
der Arbeiterwohlfahrt aktiv. 1993 erhielt Anni
Dahesch die
Ehrennadel des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Seit Januar 1994 ist sie
ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht, in der
Kammer für
Kriegsopferversorgung und Angelegenheiten Schwerbehinderter.
Mit dem Journalisten KEYVAN DAHESCH ist sie seit 1966
verheiratet. Tatkräftig unterstützt sie ihn bei seinem Engagement. Anni Dahesch
freut
sich über die
Ehrung, gibt aber zu bedenken: "Es gibt sehr viele Frauen, die die
Auszeichnung ebenso verdient hätten." ike
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Dokument erstellt am 24.04.2002 um 00:00:10 Uhr
Erscheinungsdatum 24.04.2002