Bremen (dpa) - Das am Freitag
in Bremen eröffnete Deutsche
Zentrum für Kleinwuchsfragen will vor allem
Kindern und Jugendlichen
mit gestörtem Wachstum helfen. Die
Einrichtung, deren Träger der
«Bundesverband für kleinwüchsige
Menschen und ihre Familien» (BKMF)
ist, will eigenen Angaben zufolge Diagnosen stellen
und Kontakte zu
Experten vermitteln. In einer Probewohnung
können Menschen notwendige
Hilfsmittel ausprobieren. Der BKMF vertritt seit
1988 die Interessen
kleinwüchsiger Menschen. Nach Angaben des
Verbands sind bundesweit
100 000 Menschen betroffen, die kleiner als 1,50
Meter bleiben.
«Viele Behörden
unterschätzen alltägliche Probleme von
kleinwüchsigen Menschen», sagte Doris
Michel, die ehrenamtlich als 1.
Vorsitzende für das Deutsche Zentrum
kleinwüchsiger Menschen (DZK)
arbeitet. Die Betroffenen sowie ihre Familien bekämen hier nun
die
nötige Hilfe für den Alltag. Neben den
Probewohnungen, werden die
kleinwüchsigen Menschen auch in rechtlichen, psychosozialen
und
medizinischen Fragen betreut. Zudem gäbe es
Schulungen für
Therapeuten, die Patienten mit einer solchen
Krankheit betreuen.
Insgesamt arbeiten 100 ehrenamtliche
Mitarbeiter für die
Landesverbände, in Bremen sind acht
hauptamtliche sowie mehrere
freiwillige Mitarbeiter tätig. In naher
Zukunft möchte das DZK die
Förderung Kleinwüchsiger durch die
Krankenkassen verbessern sowie ein
Netzwerk zu öffentlichen Institutionen
aufbauen, sagte der
Rechtsanwalt der Geschäftsstelle,
Jèrome Ries. Die Gelder für das
neue Zentrum kamen durch Spenden
zusammen.
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