Rheinland-Pfalz: polizei Homepage mit Ratschlägen für gehörlose Menschen in
Gebärdensprache
Mainz (dpa) Die
rheinland-pfälzische Polizei bietet auf ihrer Internetseite per
Video ab sofort Ratschläge für Gehörlose in
Gebärdensprache an. Viele der gehörlos geborenen Menschen
könnten nur bedingt über die herkömmliche Schriftsprache
kommunizieren, begründete der rheinland-pfälzische
Innenminister Karl Peter Bruch
(SPD) das Angebot am Dienstag in Mainz. Wer nie die
phonetische Bedeutung der Buchstaben kennengelernt habe, könne den
Inhalt komplexer Texte in Printmedien und Internet kaum
entschlüsseln. Gehörlose kommunizierten von Kindesbeinen an
über die deutsche Gebärdensprache, die sich jedoch einer
anderen Grammatik bediene und überwiegend mit dem Telegrammstil
auskomme.
In den Filmen, in denen eine
Gebärdendolmetscherin zu sehen ist, geht es unter anderem um Gewalt
in Familien, Falschgeld und Gewaltvideos auf Schülerhandys sowie um
Rauschgift, Einbruchschutz und Autodiebstahl. Die Beiträge sind
zwischen drei und fünf Minuten lang, insgesamt wurden bislang 50
Minuten aufgezeichnet. Bei entsprechender Nachfrage sei daran gedacht,
weitere Teile der Beratungsleistungen in Gebärdensprache
anzubieten, sagte Bruch. Die Hinweise können aber auch in
herkömmlicher Form gelesen werden.
Bei der Herstellung des Angebots
arbeiteten das Landeskriminalamt
(LKA) und die Landespolizeischule mit dem
Landesverband der Gehörlosen Rheinland-Pfalz zusammen. Während
das LKA in Mainz die Inhalte organisierte, stellte die Dolmetscherschule
für Gebärdensprache in Frankenthal die
Übersetzerin.
(Internet:
http://www.polizei.rlp.de/internet/nav/cfe/cfe48ad2-5b88-
e011-fb85-8a94839292e2.htm)
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