Die Einnahmen des Seemannsheims
durch die besser zahlenden
Touristen machen inzwischen ein Drittel aus, betonte Weber.
Während
Seeleute nur elf Euro für ein Bett bezahlten
müssten, koste ein
Doppelzimmer für Touristen vis-à-vis
vom Michel rund 80 Euro mit
Frühstück. «Wenn Seeleute obdachlos
werden, keine Heuer bekommen und
fern von zu Haus Hilfe oder einfach ein Dach
über dem Kopf brauchen,
ist das Seemannsheim erste Anlaufstelle.»
Insgesamt 5 303 Seeleute
aus aller Welt nutzten dieses Angebot im
vergangenen Jahr. Einige von
ihnen bleiben gleich ganz.
Es gebe Dauergäste im
vierten Stock des Gebäudes, die nicht mehr
vermittelbar seien oder auf ihre Rente warteten,
sagte
Mitgeschäftsführerin Ina Peschke.
Aufgabe der Seemannsmission ist
nach ihren Worten auch die Unterstützung bei
der Suche nach einer
neuen Reederei. Auch würden viele
psychosoziale Gespräche geführt,
denn Seeleute seien oft viele Monate lang von zu
Hause weg und nicht
selten sehr einsam.